Spektakel auf der Breite

Spektakel auf der Breite

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Unvergessliche Duelle mit Tägerwilen gab es schon mehrere. Vergangenen Samstag schrieb der FCT ein neues Kapitel dieses Buches – dieses Mal glücklicherweise mit Happy End in Form des ersten Rückrundensieges. Die lange Zeit einseitige Partie wurde in einer ganz wilden Schlussphase nochmals richtig eng und wird in denkwürdiger Erinnerung bleiben. Matchwinner Rieser krönte sein Comeback gleich mit einem Doppelpack und beendete das Spiel in Torwarthandschuhen.

Um das Spiel zu beschreiben, reicht eine Szene: Die Matchuhr zeigte die 98. Minute, als ein weiterer Corner in den Tobler Strafraum flog. Torhüter Rieser verliess seinen Kasten, faustete den Ball überzeugend aus der Gefahrenzone und stellte damit die drei Punkte sicher. Aber fangen wir von vorne an:
Nach dem schwierigen Rückrundenstart, der mit 0 Punkten aus drei Spielen trotz reduzierter Erwartungshaltung ernüchternd ausfiel, war der Druck auf Seiten der Tobler ziemlich angewachsen. Doch das Team schien die richtigen Schlüsse gezogen zu haben und trat lange Zeit dominant auf und liess kaum Torchancen zu. Einzig ein Selmani-Freistoss in der Startphase, den Barberi zur Ecke klärte, brachte Torgefahr. Auf der Gegenseite konnten die Hartenauer die unsichere Gästeverteidigung immer wieder vor Probleme stellen. Die 2:0-Pausenführung war verdient, beide Treffer fielen jeweils nach Ballverlusten der Tägerwiler. Beim ersten Tor verwertete Grauso eine Obrist-Vorlage mit einem Flachschuss von der Strafraumkante, den zweiten Treffer musste Lapcevic nach einer Willensleistung von Flück nur noch ins leere Tor einschieben. 

Auch nach der Pause behielt das Heimteam die Oberhand und Rieser, der sein erstes Spiel seit 7 Monaten bestritt, war von seinen Gegenspielern nicht mehr zu halten. Unterstützung fand er in Form von Lapcevic, der ihn gleich zweifach bedienen konnte: Erst köpfte der Rückkehrer einen Freistoss unbedrängt zum 3:0 in die Maschen, wenig später stocherte er einen Corner zum Doppelpack ins Tor. Kurz darauf hätte er beinahe noch einen Hattrick erzielt, als er sich erneut höher als seine Genger schraubte, doch der Abschluss flog knapp über die Latte. In der 75. fiel das 5:0 dann doch noch – Qerfozi schickte mit einem wunderbaren Pass Huser auf die Reise, der das Leder sehenswert ins lange Eck chippte. Die Stimmung bei den Zuschauern war ausgelassen und die Spieler schienen bereits mit dem Spiel abgeschlossen zu haben. Die Gäste hatten aber andere Pläne und trotz des hohen Rückstands fanden sie neue Energie, wogegen sich die Stutz-Elf überhaupt nicht wehrte. Innerhalb einer Minute kassierte Tobel-Affeltrangen gleich zwei Gegentreffer und begann zu wanken. Im Minutentakt zündeten die Tägerwiler nun Angriffe – mit Erfolg. In einer unübersichtlichen Situation wurde Torwart Barberi wegen eines vermeintlichen Handspiels des Feldes verwiesen. Da die Wechselmöglichkeiten bereits ausgeschöpft waren, übernahm Rieser die Rolle im Kasten. Zu allem Übel versenkte Aliti den fälligen Freistoss gekonnt im Seitennetz und als in der 91. Minute erneut Aliti das 5:4 erzielte, brannte der FCT-Baum endgültig lichterloh. 4 Gegentreffer in 7 Minuten! Tobel wankte, fiel aber nicht und brachte die kaum enden wollende Nachspielzeit über die Runden. 

Am Sonntag folgt das nächste Spiel gegen einen Tabellennachbarn. Eschenbach hat in der Rückrunde bereits drei Siege eingefahren und musste einzig beim Gastspiel in Frauenfeld eine Niederlage einstecken. Anpfiff in Eschenbach ist um 17:00 Uhr.

Matchtelegramm:

Fc Tobel-Affeltrangen 1946 – Fc Tägerwilen 5:4 (2:0)

Tore: 14. Grauso 1:0, 37. Lapcevic 2:0, 60. Rieser 3:0, 68. Rieser 4:0, 74. Huser 5:0, 83. Chaves 5:1, 84. Semeraro 5:2, 87. Aliti 5:3, 90. Aliti 5:4

FCT: Barberi; Wegmüller, Rieser, Manz; Lapcevic, Wider, Inauen (56. Pais), Kramer (79. Jungblut); Grauso (71. Kastrati); Obrist (62. Huser), Flück (56. Qerfozi)

Die letzten beiden Tage in Malta

Die letzten beiden Tage in Malta

Tag 5 und 6:
Nach einer erneuten strengen Nacht für gewisse Highperformer in unserem Trainingslager starteten wir mit einem ausgewogenen Frühstück in den letzten Trainingstag. Nach der Wahl zum traditionellen Tagestubel, den sich R. F. aus T. ergatterte, stand die letzte klassische Einheit auf dem hervorragenden maltesischen Platz an. Die Trainer setzten dabei die Persönlichkeit der Spieler auf die Probe.

Gespannt auf den Nachmittag stärkten wir uns im Hotel beim Mittagessen mit verschiedenen Köstlichkeiten. Die Tageschallenge bestand dieses Mal aus verschiedenen kogitiven und koordinativen Übungen. Team B vermochte dabei überhaupt nicht zu überzeugen – auch aufgrund zu zittriger Hände. So sitzen wir hier und dürfen an unserem Bericht tippen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause stand einer der wichtigsten Termine der Woche auf dem Kalender: das Spiel Jung gegen Alt. Die noch so grossen Klappen der Alten konnten ihnen nicht helfen. Die Jungen entschieden das Spiel humorlos mit 6:2 für sich. Ein Statement.

Die Alten erklären sich ihre Niederlage vor allem mit der wohl nicht ganz so gelungenen Matchvorbereitung. Die Wettschuld – ein Sprung ins maltesische Mittelmeer – lösten sie gleich daraufhin ein. Zum Znacht führte uns die verantwortliche Gruppe erneut in ein sehr gutes Restaurant. Danach stürzte sich gut die Hälfte der Truppe in den letzten Abend, ganz nach dem Motto „so schnell können wir die Lokalitäten dieses kleinen Landes nicht wieder erkundschaften“. Die Spenden unseres Sportchefs und Präsidenten wurden selbstverständlich dankend angenommen. Allerdings mussten die Kücken des Zweis mit Entsetzen mitansehen, wie ein gewisser Senior die eine oder andere Runde auslassen wollte. Die Quittung sollte er dafür am nächsten Tag erhalten.

Am letzten Tag stand nur noch die Heimreise an. Aufgrund seiner Einstellung am Vorabend gewann ein anderer R. F. aus T. die Krönung zum Tagestubel. Nach einem herausragenden Manöver unseres Busfahrers à la Lewis Hamilton boardeten wir unseren Vogel problemlos – und dies sogar vollzählig. Mit dem vereinseigenen Piloten Thomas Kurve verlief der Flug dann auch erwartungsgemäss angenehm und wir landeten zufrieden aber auch erschöpft in Zürich.

So neigen sich die zweitschönsten Tage unserer Saison dem Ende zu. Mit Stolz können wir sagen, dass sich das Zwei wieder einmal selber bewiesen hat, was unsere Farben so sehr ausmacht: Zusammenhalt wie kaum ein anderer. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an unsere Trainer Valerio und Küde, die uns mit der Organsation Erinnerungen geschaffen haben, welche noch eine Weile in unseren Köpfen und Herzen bleiben werden.

Nach diesem Trainingslager ist das Zwei definitiv bereit für die Rückrunde. Unter Beweis können wir das sogleich am kommenden Samstag stellen – beim Knüller-Auftakt gegen den FC Wängi.

Dritte Niederlage im dritten Spiel

Dritte Niederlage im dritten Spiel

Fc Romanshorn – Fc Toel-Affeltrangen 1946

Die 1. Mannschaft verliert bereits zum dritten Mal in Serie mit 1:2. Beim Gastspiel in Romanshorn versagten die Spieler sowohl mit dem Ball – Passstafetten über mehr als 3 Spieler suchte man vergebens – als auch mental und als Team. Bezeichnend, dass die Gegentore nach einem Einwurf und einem Eckball fielen. Einziger Lichtblick blieb Pais’ Tor, ein Geniestreich von der Mittellinie, das aber am Ende den trüben Auftritt auch nicht vergessen machen konnte. Der Fc Romanshorn war über die gesamte Spielzeit das weniger schlechte Team und holte sich die 3 Punkte verdient.

Machtelegramm:

Fc Romanshorn – Fc Tobel-Affeltrangen 2:1 (1:0)Tore: 2. Stäheli 1:0, 71. Pais 1:1, 75. Keller 2:1

FCT: Schellenbaum; Wegmüller, Loser, Manz; Pais (83. Fasel), Jungblut; Lapcevic (46. Huser), Grauso, Kramer (63. Zweifel); Qerfozi (23. Kastrati), Obrist